Aktuelles rund um die Umweltakademie Fresenius

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11. Fachtagung der Umweltakademie Fresenius in Mainz: Mehr Arbeit und gestiegene Anforderungen an das Krisenmanagement für Immissionsschutz- und Störfallbeauftragte

Genehmigungsmanagement in der Praxis

Am 29. und 30. Oktober fand in Mainz die elfte Fachtagung der Umweltakademie Fresenius „Genehmigungsmanagement in der Praxis“ statt. Experten aus Behörden, Rechtsberatung und Unternehmen diskutierten das neue Anforderungspotenzial an Immissionsschutz- und Störfallbeauftragte in Deutschland: Immer komplexere Genehmigungsverfahren, gestiegenes Interesse der Öffentlichkeit und neue Ansprüche an die Transparenz und Vermittlung gestalten die Alltagsarbeit herausfordernder und abwechslungsreicher.

Joachim Schwab, Leiter der Abteilung für Umwelt und Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung Köln, empfiehlt Unternehmen bei der Genehmigung von Alt- und Neuanlagen die „abgestimmte Vorbereitung und Zusammenarbeit von Ingenieuren, Juristen und Kommunikatoren“. Die „neue Mitsprachekultur“ in der Gesellschaft sorge dafür, dass Unternehmen unter 360-Grad-Beobachtung stünden. Um so wichtiger sei die Zusammenarbeit mit den Behörden. Im Idealfall werde der Kontakt nicht erst im Konfliktfall gesucht, sondern bereits viel früher angebahnt. „Reden Sie möglichst mit der Behörde und nicht über die Behörde!“ rät Schwab. 

Gefragt: Mehr Zeit und Ressourcen für das Genehmigungsmanagement

Rechtsanwalt Mario Senft (Hamburg) stellte in seinem Vortrag heraus, dass mehrere Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes und deutscher Obergerichte den Umweltverbänden umfassendere Klagemöglichkeiten einräumen. Die Rahmenbedingungen für Zulassungsverfahren werden deshalb deutlich anspruchsvoller. Auch sei mit einer positiven Behördenentscheidung „noch lange nicht alles gelaufen“, wie Senft betonte. Er ist überzeugt, dass der Einfluss und die Kontrollmöglichkeiten Dritter die Struktur und den Ablauf von Genehmigungsverfahren nachhaltig ändern werden. Er riet den Unternehmen, ihre Praxis des Genehmigungsmanagements hinsichtlich der Zeit- und Ressourcenplanung zu überprüfen und auf verstärkte Öffentlichkeitsbeteiligung anzupassen.

Soziale Medien werden immer wichtiger

Kommunikations- und Managementberater Peter Christian Zimmermann betonte, dass Unternehmen, die genehmigungspflichtige Anlagen betreiben, nicht nur die klassischen Medien, sondern immer mehr auch die sozialen Medien zur Krisenprävention im Blick behalten müssen. Seine Warnung: „Wer sich erst im Ereignisfall um soziale Medien kümmert, kommt zu spät“. Gerade in sozialen Medien wie Facebook oder Twitter werde von den Nutzern Transparenz und offener Dialog erwartet. Der Dialog mit der Öffentlichkeit über soziale Medien erfordere von den Unternehmen viel technisches Wissen, vor allem aber Kommunikations-Know-how. 

Neue TA Luft bringt mehr Genehmigungsaufwand

Nicht nur die Kommunikation über Genehmigungen wird komplexer, auch die Verfahren selbst. So wies Wolfgang Volkhausen, von Thyssenkrupp Steel Europe darauf hin, dass das Genehmigungsmanagement mit Inkrafttreten der neuen Technischen Anleitung Luft (TA Luft) deutlich schwieriger und zeitaufwändiger werde: Zum Beispiel seien bei Anträgen zur Änderungsgenehmigung nun die gesamten Immissionsbeiträge einer Anlage vor und nach Änderung zu berechnen.

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