Aktuelles rund um die Umweltakademie Fresenius

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Emissionshandel: Umweltakademie Fresenius bereitete mit Intensivtagung auf nächste Handelsperiode vor

Die vierte Handelsperiode des Europäische Emissionshandels (EU ETS) für die Jahre 2021 bis 2030 steht kurz bevor. Dazu bot die Umweltakademie Fresenius am 24. Januar in Dortmund eine Intensivtagung an. Betriebsleiter und Sachverständige erhielten Einblicke in den Stand der Umsetzung und Tipps für die Unternehmenspraxis. 

Im Dezember des vergangenen Jahres hat die Europäische Kommission die Zuteilungsverordnung für die vierte Handelsperiode veröffentlicht. Wenn das Europäische Parlament und der Europäische Rat keine Einwände erheben, tritt die Verordnung Ende Februar 2019 in Kraft. Beginn der Antragsphase in Deutschland ist voraussichtlich im April 2019. Sie endet drei Monate nach Bekanntgabe im Amtsblatt.

Neue Zuteilungsverordnung soll EU-Emissionshandel stärken

Jürgen Landgrebe von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt half den Teilnehmern bei der Vorbereitung auf die vierte Periode. Er geht davon aus, dass die neue Zuteilungsverordnung das EU-Emissionshandelssystem stärken und seine Umwelteffektivität erhöhen wird. So rechnet er bereits für 2019 mit einer Mengenverknappung, weil die Entnahmerate der Marktstabilitätsreserve (MSR) von 12 auf 24 Prozent der Marktüberschüsse angehoben wird. Ab 2023 werden die MSR-Mengen auf die Aktionsmenge des Vorjahres durch Löschung von Zertifikaten begrenzt.

Unternehmensberater Thomas Langrock (Aachen) glaubt, dass der Emissionshandel seit seiner Einführung im Jahr 2005 zu einer „deutlichen Verhaltensänderung“ beim Klimaschutz geführt habe. So habe es sowohl in Deutschland als auch auf EU-Ebene „klare Fortschritte“ gegeben – auch wenn nicht immer nachzuweisen sei, welchen ursächlichen Anteil der Emissionshandel an den Fortschritten im Klimaschutz habe. Seit mindestens 2012 bestehe ein erheblicher Überschuss an Emissionsberechtigungen. Ende 2018 lag die Zahl bei etwa 1,6 Mrd. Emissionsberechtigungen. 

Ausblick: Schwankungen bleiben, Preisniveau steigt

Als Emissionsminderungsoption mit dem größten Potenzial sieht Thomas Langrock den Brennstoffwechsel von Kohle zu Gas. Ihr Anteil an der Preisbildung werde mit der Verknappung der Emissionsberechtigungen steigen, ist er überzeugt. Auf der Fresenius-Tagung wagte er einen Ausblick in die nahe Zukunft: „Das Preisniveau auf dem Emissionshandelsmarkt wird generell steigen. Die Entwicklung der Preise werde auch weiterhin Schwankungen unterliegen – allerdings „auf höherem Preisniveau.“

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